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Motiv

Über die Studie

 

Studienbeschreibung allgemein

Die DZHW-Wissenschaftlerbefragung ist eine Trendstudie, die im Jahr 2009 vom Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) ins Leben gerufen wurde. Die DZHW-Wissenschaftlerbefragung versteht sich als langfristiges Barometer für die Wissenschaft. Sie ist ein grundlegendes Werkzeug zur Erforschung der Arbeits- und Forschungsbedingungen an deutschen Universitäten und soll ein umfassendes Meinungsbild zur Lage und Entwicklung des deutschen Wissenschaftssystems liefern.
Zukünftig soll die DZHW-Wissenschaftlerbefragung das zentrale Survey-Programm der deutschen Wissenschaftsforschung werden. Sie ist als Mehrthemenbefragung konzipiert. Ziel ist es, regelmäßig und dauerhaft hochwertige und bestens dokumentierte Daten bereitzustellen, die über das DZHW-Forschungsdatenzentrum (FDZ) Interessenten (insbesondere in Forschung und Wissenschaftspolitik) zur Verfügung gestellt werden.
 

Stichproben- und Erhebungsdesign

Die DZHW-Wissenschaftlerbefragung ist eine Trendstudie. Die ersten beiden DZHW-Wissenschaftlerbefragungen haben in den Jahren 2009 und 2016 stattgefunden. Im Jahr 2017 wurde beschlossen, das Intervall der DZHW-Wissenschaftlerbefragungen auf drei Jahre zu verkürzen, so dass die nächste Befragung im Jahr 2019 durchgeführt wird.
Die DZHW-Wissenschaftlerbefragung ist als Mehrthemenbefragung konzipiert: Jede Befragung enthält ein Basismodul (ein konstantes Erhebungsprogramm) mit zentralen Fragen (vor allem Demografie, Arbeitssituation, Forschungsbedingungen). Daneben werden wiederkehrende Serienmodule (variable Erhebungsprogramme) zu bestimmten Themen alternierend im Sechsjahresrhythmus (ggf. auch Neunjahresrhythmus) eingesetzt. Darüber hinaus sind je Befragung drei bis fünf Befragungsminuten für aktuelle Themen reserviert (Spezialmodule). Diese werden für Kooperationen mit internen wie externen Partnern genutzt (vgl. Abb. 1).
Abb. 1
Die DZHW Wissenschaftlerbefragung ist eine Onlinebefragung. Befragt wurden bisher (2009 und 2016) Wissenschaftler(innen) an deutschen Universitäten (inkl. pädagogischer, theologischer und medizinischer Hochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen). In Zukunft sollen auch Wissenschaftler(innen) an Fachhochschulen und ggf. an einigen ausgewählten außeruniversitären Forschungseinrichtungen (z.B. Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Institute der Max-Planck-Gesellschaft) zur Grundgesamtheit gehören.
Das Stichprobendesign entspricht einer zweistufigen Zufallsauswahl: Auf der ersten Stufe wird eine proportional geschichtete Klumpenstichprobe aus deutschen Hochschulen gezogen. Als Schichtungsmerkmale dienen die Größe der Hochschule (Anzahl der Professor(inn)en, dichotom, Mediansplit) sowie der Hochschultyp. Für die ausgewählten Universitäten werden sämtliche Mailadressen inklusive der akademischen Positionen über die öffentlich zugänglichen Homepages manuell erfasst. Im Rahmen der zweiten Auswahlstufe erfolgt pro Klumpen eine nach akademischem Status disproportional geschichtete Zufallsauswahl. Angestrebtes N je Befragung: > 5000.
 

Bibliographie (Publikationen und Vorträge)

Publikationen

Ambrasat, J. (2019). Bezahlt oder unbezahlt? Überstunden im akademischen Mittelbau. Forschung und Lehre, 2/2019.
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Johann, D., & Neufeld, J. (2018). Zur Beurteilung der Bewerbungslage an deutschen Universitäten. Ergebnisse der DZHW-Wissenschaftlerbefragung. (DZHW Brief 1|2018). Hannover: DZHW.
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Konsortium Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (2017). Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017. Statistische Daten und Forschungsbefunde zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland. Bielefeld.

Johann, D., & Mayer, S. (2017). Was Wissenschaftler(innen) an Universitäten über das Promotionsrecht für Fachhochschulen denken. Das Hochschulwesen (HSW), 6/2017.

Tesch, J., Huber, N., Neufeld J., Donner, P., Aman, V., & Gauch, S. (2017). Beitrag des wissenschaftlichen Nachwuchses zu Lehre, Forschung und Transfer/Innovation. Berlin: DZHW.

Johann, D., Möller, T., & Neufeld, J. (2016). Gut für Projektionen - Was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Exzellenzinitiative denken. duz Deutsche Universitätszeitung, 8/2016, S. 22-23.

Johann, D., & Neufeld, J. (2016). Performance Based Funding and Researchers’ Strategies for Grant Applications. In Ràfols, I., Molas-Gallart, J., Castro-Martínez, E., & Woolley, R. (Hrsg.), Peripheries, frontiers and beyond. Proceedings of the 21st International Conference on Science and Technology Indicators (S. 1332-1338). València: Editorial Universitat Politècnica de València.

Johann, D., & Neufeld, J. (2016). Nachwuchsprobleme. Situation und Berufsziele des wissenschaftlichen Nachwuchses. Forschung & Lehre, 9/2016, 790-791.

Reinhart, M., & Heßelmann, F. (2016). Sanktion ja, Debatte nein. duz Deutsche Universitätszeitung (11/2016), S. 14-15.

Böhmer, S., Neufeld, J., Hinze, S., Klode, C., & Hornbostel, S. (Hrsg.) (2011). Wissenschaftler-Befragung 2010: Forschungsbedingungen von Professorinnen und Professoren an deutschen Universitäten. iFQ-Working Paper No.8. Bonn: iFQ.

Vorträge

Jerke, J., Johann, D., Rauhut, H., & Thomas, K. (2017). The Applicability of RRT & the ICT in the Field of Higher Education Research & Science Studies. 7th Conference of the European Survey Research Association (ESRA), Lissabon, Portugal.

Johann, D., & Mayer, S.J. (2017). The perception of scientific authorship across disciplines. Eu-SPRI VIENNA 2017, Wien, Österreich.

Neufeld, J. (2017). Wer kommt auf die Liste? – Welche Kriterien halten Wissenschaftler*innen bei der Bewerberauswahl in Berufungsverfahren für entscheidend? Ergebnisse aus der DZHW Wissenschaftler-befragung 2016. DZHW Workshop „Rekrutierung von Professor*innen“, Berlin.

Johann, D., & Neufeld, J. (2016). Performance-based allocation of funds, pressure to publish and publication strategies. Paper presentation at the 4S/EASST CONFERENCE BARCELONA - 2016: Science and Technology by Other Means, Barcelona, Spain.

Neufeld, J., & Johann, D. (2016). Performance Based Funding and Researchers' Grant Application Strategies. Posterpräsentation auf der 21st International Conference on Science and Technology Indicators: Peripheries, Frontiers and Beyond, Valencia, Spain.

Neufeld, J. (2016). Begutachtungswesen - Ergebnisse der DZHW Wissenschaftlerbefragung 2016. Vortrag vor dem Forschungsausschuss des Wissenschaftsrates, Köln.