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Motiv

Über die Studie

 

Studienbeschreibung

Die DZHW-Wissenschaftsbefragung ist eine bundesweite repräsentative Trendstudie. Die ersten beiden DZHW-Wissenschaftsbefragungen fanden in den Jahren 2009 und 2016 statt. Im Jahr 2017 wurde beschlossen, das Intervall der DZHW-Wissenschaftsbefragungen auf drei Jahre zu verkürzen, so dass die letzte Befragung im vergangenen Jahr (2019) durchgeführt wurde.
Die DZHW-Wissenschaftsbefragung versteht sich als langfristiges Barometer für die Wissenschaft. Sie ist ein grundlegendes Werkzeug zur Erforschung der Arbeits- und Forschungsbedingungen an deutschen Universitäten und soll ein umfassendes Meinungsbild zur Lage und Entwicklung des deutschen Wissenschaftssystems liefern. Zeitliche Veränderungen von Einstellungen und Meinungen zu wissenschaftspolitischen Themen werden im Rahmen von Trendanalysen untersucht.
Die Daten sind darüber hinaus Grundlage für Fachpublikationen und dienen so auch als empirische Grundlage für öffentliche Diskussionen und politische Entscheidungsprozesse. Zudem werden die aufbereiteten anonymisierten Daten dauerhaft und bestens dokumentiert über das DZHW-Forschungsdatenzentrum (FDZ) bereitgestellt und somit anderen Interessent*innen in Forschung und Wissenschaftspolitik zugänglich gemacht.
Die DZHW-Wissenschaftsbefragung adressiert Wissenschaftler*innen an deutschen Universitäten und Hochschulen. Dafür werden öffentlich verfügbare Adressdaten von Professor*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen auf den Webseiten der Hochschulen recherchiert. Ziel ist für jede Befragung ein Netto-Analysesample von 6.000 Befragten, um auch differenzierte fächervergleichende Analysen vornehmen zu können.
Die DZHW-Wissenschaftsbefragung ist als Mehrthemenbefragung konzipiert: Jede Befragung enthält ein Kerninstrument (ein über die Wellen konstantes Erhebungsprogramm) mit zentralen Fragen zu den Arbeits- und Forschungsbedingungen und Module mit Schwerpunktthemen zu forschungspolitisch aktuellen Fragen und Forschungsschwerpunkten. Bei der Erstellung der Schwerpunktthemen kooperieren wir mit Forschungsgruppen innerhalb und außerhalb des DZHW.
 

Aktuelle Erhebungswelle 2019

Die aktuelle Befragung ist im Februar geendet. Mitte November letzten Jahres gingen wir zum dritten Mal ins Feld. Es erwartete die wissenschaftliche Community eine breit aufgestellte Mehrthemenbefragung zu den Arbeits- und Forschungsbedingungen in der Wissenschaft. Über die Kernfragen hinaus, die in jeder Welle laufen, hatten wir Schwerpunktthemen zum Publikationsverhalten, Erfassung von Forschungsinformationen, Wissenstransfer und Open Data in den Fragebogen integriert.
Damit der Fragebogen nicht zu lang und die Belastung für die einzelnen Befragten nicht zu groß wurde, hatten wir den Fragebogen systematisch modularisiert. So bekamen zwar alle Befragten die Fragen aus dem Kerninstrument, sowie einige zentrale Fragen zur Einschätzung des Wissenschaftssystems, jedoch jeweils nur ein Schwerpunktthema. Auf diese Weise war es möglich, das eigentlich sehr komplexe Befragungsprogramm für die Befragten auf 25 Minuten zu reduzieren.
Die zentralen Ergebnisse der Befragung werden im Frühsommer 2020 in einem Report Barometer für die Wissenschaft veröffentlicht. Die dafür aufbereiteten Ergebnisse werden ausschließlich in aggregierter Form dargestellt und lassen keinen Rückschluss auf einzelne Befragte zu. Darüber hinaus entstehen in den kommenden drei Jahren Fachpublikationen zu ausgewählten Themen der Befragung.
Die Wissenschaftsbefragung möchte so auch einen Beitrag zur allgemeinen wissenschaftspolitischen Debatte leisten und der wissenschaftlichen Community die Möglichkeit geben sich selbst und ihre Arbeits- und Forschungsbedingungen zu reflektieren.
 

Bibliographie (Publikationen und Vorträge)

Publikationen

Ambrasat, J., Heger, C., & Rucker, A. (2020). Wissenschaftsbefragung 2019 - Methoden und Fragebogen. DZHW Methodenbericht, Hannover: DZHW. Download

Ambrasat, J., & Heger, C. (2019). Forschung, Lehre und Selbstverwaltung - Tätigkeitsprofile in der Wissenschaft. (DZHW Brief 4|2019). Hannover: DZHW. Download

Ambrasat, J. (2019). Bezahlt oder unbezahlt? Überstunden im akademischen Mittelbau. Forschung und Lehre, 2/2019. Download

Johann, D., & Neufeld, J. (2018). Zur Beurteilung der Bewerbungslage an deutschen Universitäten. Ergebnisse der DZHW-Wissenschaftsbefragung. (DZHW Brief 1|2018). Hannover: DZHW. Download

Konsortium Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (2017). Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017. Statistische Daten und Forschungsbefunde zu Promovierenden und Promovierten in Deutschland. Bielefeld.

Johann, D., & Mayer, S. (2017). Was Wissenschaftler(innen) an Universitäten über das Promotionsrecht für Fachhochschulen denken. Das Hochschulwesen (HSW), 6/2017.

Tesch, J., Huber, N., Neufeld J., Donner, P., Aman, V., & Gauch, S. (2017). Beitrag des wissenschaftlichen Nachwuchses zu Lehre, Forschung und Transfer/Innovation. Berlin: DZHW.

Johann, D., Möller, T., & Neufeld, J. (2016). Gut für Projektionen - Was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Exzellenzinitiative denken. duz Deutsche Universitätszeitung, 8/2016, S. 22-23.

Johann, D., & Neufeld, J. (2016). Performance Based Funding and Researchers’ Strategies for Grant Applications. In Ràfols, I., Molas-Gallart, J., Castro-Martínez, E., & Woolley, R. (Hrsg.), Peripheries, frontiers and beyond. Proceedings of the 21st International Conference on Science and Technology Indicators (S. 1332-1338). València: Editorial Universitat Politècnica de València.

Johann, D., & Neufeld, J. (2016). Nachwuchsprobleme. Situation und Berufsziele des wissenschaftlichen Nachwuchses. Forschung & Lehre, 9/2016, 790-791.

Reinhart, M., & Heßelmann, F. (2016). Sanktion ja, Debatte nein. duz Deutsche Universitätszeitung (11/2016), S. 14-15.

Böhmer, S., Neufeld, J., Hinze, S., Klode, C., & Hornbostel, S. (Hrsg.) (2011). Wissenschaftler-Befragung 2010: Forschungsbedingungen von Professorinnen und Professoren an deutschen Universitäten. iFQ-Working Paper No.8. Bonn: iFQ.

Vorträge

Ambrasat, J. (2019, Juli). Planned Missing Data Design in a General Population Rating Study. 8th Conference of the European Survey Research Association (ESRA), 15.-19.07.2019, Zagreb, Croatia.

Lietz, A., Ambrasat, J., & Russ, U. (2019, Juli). Effects of announced survey length and incentive in a highly qualified population - A survey experiment. Vortrag auf der 8th Conference of the European Survey Research Association (ESRA) in Zagreb, Kroatien.

Ruß, U., Ambrasat, J., & Lietz, A. (2019, Juli). What drives a positive survey evaluation? The moderating effect of survey attitudes and incentives for the evaluation of the survey. Vortrag auf der 8th Conference of the European Survey Research Association (ESRA) in Zagreb, Kroatien.

Ambrasat, J. (2018, Dezember). Verbleib in der Wissenschaft? Zur Opportunitätsstruktur des wissenschaftlichen Nachwuchses. Vortrag auf der Jubiläumstagung der BGHS, Bielefeld, 1. Dezember 2018.

Jerke, J., Johann, D., Rauhut, H., & Thomas, K. (2017). The Applicability of RRT & the ICT in the Field of Higher Education Research & Science Studies. 7th Conference of the European Survey Research Association (ESRA), Lissabon, Portugal.

Johann, D., & Mayer, S.J. (2017). The perception of scientific authorship across disciplines. Eu-SPRI VIENNA 2017, Wien, Österreich.

Neufeld, J. (2017). Wer kommt auf die Liste? – Welche Kriterien halten Wissenschaftler*innen bei der Bewerberauswahl in Berufungsverfahren für entscheidend? Ergebnisse aus der DZHW Wissenschaftler-befragung 2016. DZHW Workshop „Rekrutierung von Professor*innen“, Berlin.

Johann, D., & Neufeld, J. (2016). Performance-based allocation of funds, pressure to publish and publication strategies. Paper presentation at the 4S/EASST CONFERENCE BARCELONA - 2016: Science and Technology by Other Means, Barcelona, Spain.

Neufeld, J., & Johann, D. (2016). Performance Based Funding and Researchers' Grant Application Strategies. Posterpräsentation auf der 21st International Conference on Science and Technology Indicators: Peripheries, Frontiers and Beyond, Valencia, Spain.

Neufeld, J. (2016). Begutachtungswesen - Ergebnisse der DZHW Wissenschaftsbefragung 2016. Vortrag vor dem Forschungsausschuss des Wissenschaftsrates, Köln.